Granada

Granada (Spanien)

(Sina Lucia KOTTMANN)

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Granadas Geschichte – Eigenheiten und Synkretismen

Die Geschichte Südspaniens, und mit ihr auch die Geschichte Granadas, wurde von vielfältigen Prozessen des Austauschs zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Religionen der wechselnden ansässigen Völker geprägt. Iberer, Phönizier, Karthager, Römer, Vandalen, Westgoten, Araber, Berber etc. hinterließen hier ihre kulturellen Spuren.[12] Seit der Erschließung der Seewege über das ‚Meer in der Mitte‘ ist der Süden Spaniens Brückenkopf und zugleich äußerster Grenzposten zwischen Europa und Afrika. Insbesondere zwischen den nördlich und südlich des Mittelmeeres gelegenen Ländern vollzog sich eine enge Verflechtung der Lebensweisen. Das religiöse Miteinander von Muslimen, Christen und Juden in Al-Andalus brachte auch in Granada ein lebendiges Kaleidoskop religiöser und kultureller Eigenheiten und Synkretismen hervor.[13]

Frühe iberische, römische und westgotische Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen Granada

Die Quellenlage der frühen Geschichte Granadas ist dünn. Historiker nehmen an, dass das Umfeld des heutigen Granada, eine von schützenden Bergrücken flankierte, von zwei Flüssen durchquerte Ebene zu Füßen der Sierra Nevada, bereits 1500 – 2000 v.Chr. von kleinen iberischen Stämmen besiedelt war. Aus dem 6. Jahrhundert ist eine iberische Siedlung namens Ilbyr überliefert, deren Bewohner regen Handel mit den Griechen und Phöniziern trieben. Ca. 550 v. Chr. eroberten die Karthager die Küstenlinie von den Phöniziern und stiegen zur bedeutendsten Handelsmacht im Westen des Mittelmeers auf. Mit dem Vorrücken der Karthager aus Nordafrika sah sich bald auch das weiter im Landesinneren gelegene Ilbyr in die punischen Kriege zwischen dem jungen Römischen Reich und den Karthagern verwickelt. Nach den ersten beiden punischen Kriegen im 3. Jahrhundert v.Chr. brachten schließlich die Römer den westlichen Mittelmeerraum und mit ihm die gesamte iberische Halbinsel unter ihre Kontrolle. Mit ihrem Sieg wurde das iberische Ilbyr zu einer prosperierenden, befestigten römischen Siedlung namens Iliberis. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches schließlich errichteten die Westgoten auf denselben Hügeln eine neue Stadt. Unter westgotischer Herrschaft gewann Iliberis an wirtschaftlicher und militärischer Bedeutung und langsam breitete sich das Christentum auf der Halbinsel aus.

Al-Andalus, das maurische Spanien, und Al-Garnatha

Anfang des 8. Jahrhunderts kam mit arabisch-berberischen Truppen unter dem arabischen General Musa ibn Nusayr und dessen Stellvertreter Tariq ibn Ziyad der Islam aus Nordafrika auf die iberische Halbinsel. Innerhalb von nur drei Jahren erstreckte sich sein Einflussbereich bis zu den Pyrenäen im Norden und das muslimische Großreich Al-Andalus entstand, welches sich nicht allein über die gesamte Halbinsel erstreckte, sondern weite Teil des heutigen Maghreb einschloß. 711 bereits nahm Musas Sohn Abd Al-Aziz Iliberis ein und herrschte ab 714 als wali, als Gouverneur in Stellvertretung des Kalifen, über Al-Andalus. Er errichtete einige Kilometer weiter nordöstlich das Verwaltungszentrum für der neuen, muslimischen Provinz und nannte es Madinat Ilbira (später zu Medina Elvira) hispanisiert.

Das Gebiet des alten Iliberis erhielt die neue Bezeichnung Qal’at Garnatha (dt.: Burg von Granada), aus der sich der moderne Name der Stadt entwickelt hat. Auch eine große jüdische Gemeinschaft ließ sich in ihrer Nähe nieder, jenseits des Flusses Darro, auf dem gegenüberliegenden Hügel. Sie nannte ihre Stadt (das heutige Stadtviertel El Realejo) Garnatha Al-Yahut.[14]

Die Berberdynastien der Ziriden, Almoraviden und Almohaden

Im Jahre 1009 provozierte der rebellische und religiös radikale Berberstamm der Almoraviden eine fitna (Bürgerkrieg) in Al-Andalus, der dem blühenden Kalifat der Omayyaden in Córdoba (929-1031) ein frühes Ende setzte. 1013 nahm der Berber Zawí ben Zirí die vitale Siedlung in der Vega de Elvira ein und machte sie zur Hauptstadt seines Kleinkönigreiches mit demselben Namen: Al-Garnatha. Als Mittelpunkt des Ziriden-Reichs (1013-1090) avancierte die Kleinstadt zu einem städtischen Machtzentrum.[15]

Nach den Ziriden regierte eine radikal militante Berberdynastie aus der Sahara das Taifareich Granada, die Almoraviden (1090 – 1166). Mit ihnen brachen neue Zeiten an für die Bewohner der Stadt. Die äußerst dogmatische und starre Auslegung des Qur’ans führte zu einem wenig toleranten Umgang mit Sepharden (Juden) und Mozárabern (Christen).

1147 fiel Marrakesch in die Hände der Almohaden, welche zügig von Nordafrika nach Spanien vordrangen. Sevilla wurde Hauptstadt und kultureller Mittelpunkt des almohadischen Reiches auf beiden Kontinenten und Granada das letzte Refugium des almoravidischen Machtbereichs auf der Halbinsel. 1156 handelten die Almoraviden mit den vorrückenden Almohaden einen Kapitulations-Vertrag aus. Die auf den religiösen Reformer Ibn Tumart zurückgehenden Almohaden beherrschten Nordwestafrika bis Tunis und dehnten auch auf der Nordseite des Mittelmeers ihren Herrschaftsbereich über Sevilla und Córdoba bis nach Granada (1167) aus, das bis 1231 Zentrum ihres Reiches auf der iberischen Halbinsel war.[16]

Die Nasridenreich – das letzte islamische Reich in Westeuropa

„Granada ist das Damaskus von Al-Andalus, eine Augenweide, ein Labsal für die Seele. Es besitzt eine uneinnehmbare Festung mit hohen Mauern und prachtvollen Palästen. Und das Besondere an ihm ist, dass sein Fluß durch alle seine Häuser, Bäder, Märkte, Mühlen und Gärten fließt.“ <

(Al-Saqundi, 13.Jh.)

1232 proklamierte sich Muhammad ibn Yussuf ibn Ahmad Nasr als Muhammad I. zum Sultan und machte Granada 1237 zur Hauptstadt seines Sultanats (Nasriden). Granada war somit Zentrum der religiösen und weltlichen Macht des territorial bereits stark eingegrenzten muslimischen Herrschaftsbereiches im äußersten Westeuropa. Unter nasridischer Herrschaft entwickelte sich die Stadt Granada zu einer der blühendsten und größten Städte, die Al-Andalus je gesehen hatte. Unter König Fernando III. wurde das Nasridenreich offiziell zum einem Vassallenstaat der Christen erklärt, was einerseits hohe Tributzahlungen forderte, den Bewohnern Granadas andererseits jedoch entscheidenden Schutz bot und das Fortbestehen des Reiches garantierte, wo ringsherum andere muslimische Taifas bereits von den christlichen Herrschern einverleibt wurden. Das Königreich Granada wurde zunehmend Fluchtpunkt für Muslime, die vor den vorrückenden christlichen Heeren flohen. Vom Norden her durch die christlichen Königreiche bedrängt, und vom Süden durch die berberischen Meriniden-Sultane Marokkos, hatten die Nasriden ständig mit politischer Instabilität zu kämpfen. Trotzdem gedieh das Reich im Inneren. Während der nasridischen Herrschaft verfeinerten sich die Bewässerungsmethoden und die landwirtschaftlichen Techniken, Handel und Handwerk blühten auf. Die ausgeklügelten Fertigkeiten in der Landwirtschaft, die elaborierte Textilindustrie (insbesondere Seide) und der Goldhandel zwischen dem Sudan und Europa waren wichtige Quellen des Reichtums der Stadt. Aufgrund des immensen Wohlstandes waren die Nasriden in der glücklichen Lage, die Wissenschaften und Künste zu fördern. Sie errichteten Schulen, Moscheen, Wasserzisternen, Badehäuser und einmalige Monumente wie die Alhambra (ab 1237) und den Sommerpalast El Generalife (ab 1314).

 in der Alhambra

in der Alhambra

 in der Alhambra

in der Alhambra

Der Sommerpalast El Generalife – im Hintergrund die Sierra Nevada

Der Sommerpalast El Generalife – im Hintergrund die Sierra Nevada

Nach vielen Jahren der palast-internen Intrigen, zahlreichen zermürbenden Grenzkriegen mit den Christen an den Außengrenzen des Reiches und der 10 Jahre andauernden Belagerung der Hauptstadt Garnatha durch die Heere des Katholischen Königspaars Fernando V. und Isabel I. von Santa Fé aus, kapitulierte der letzte Herrscher des muslimischen Granada, Abu Abd Allah (auch Muley Hacén oder Boabdil, el Chico genannt) Ende des Jahres 1491. Am 02.Januar 1492 übergab er die Stadt schließlich. Mit diesem Akt fiel das letzte muslimische Reich auf der iberischen Halbinsel. Das Ende der über acht Jahrhunderte andauernde Ära Al-Andalus war besiegelt.

Morisken im christliche Granada: Zwangstaufen, Camouflage und Rebellion

Nach dem Fall des nasridischen Königreichs sind sowohl die ökonomischen, wirtschaftlichen und kulturellen Eliten der Stadt als auch Massen von Bauern und (Kunst‑)Handwerkern aus Granada geflohen. Granadas Landwirtschaft und Künste erlitten einen herben Verlust. Bereits 1499 wurden – entgegen den im Kapitulationsvertrag festgehaltenenen Vereinbarungen der Religionsfreiheit für die Besiegten – von Bischof Cisneros die ersten Zwangskonversionen aller in Granada lebenden Muslime (Mudéjares) angeordnet. Dies führte zu mehreren Revolten vonseiten der ehemaligen Muslime (jetzt Moriscos). Die Muslimische Bevölkerung Spaniens wurde mit hohen Steuern belegt. Es war ihnen verboten, weiterhin maurische Kleidung zu tragen und die arabische Sprache zu sprechen.[17]

Mit der Zeit entwickelten die spanischen Morisken – aus der Not geboren – verschiedene Praktiken des unauffälligen Widerstands und der Camouflage, um sich im Geheimen ihre Glaubenspraxis, ihre Sprache und ihre kulturellen Wissensbestände zu bewahren. Sinnbild dafür ist die Aljamiada-Literatur. Dabei handelt es sich um weltliche oder religiöse Texte (Beschreibungen von Brauchtum, traditionelle Geschichten oder Ab-Schriften des Qur’an, Hadithe, Gebete) auf spanisch oder romanisch, die jedoch in arabischen Buchstaben geschrieben wurden.

Die Bleitafeln – das frühchristliche Andalusien arabisch?

Eine ausladende – akademische und populärwissenschaftliche – Debatte hat sich um die Echtheit einer Reihe von runden Bleitafeln (libros plúmbeos) entspannt, die bereits Ende des 16. Jahrhunderts in Granada (Sacromonte) gefunden wurden. Es wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um nicht viel früher entstandene Schriften intellektueller Morisken der Stadt Granada handelt, die von diesen jedoch auf einen viel früheren Zeitpunkt datiert wurden. In ihnen werden auf essentielle genealogische Verbindungen zwischen Muslimen und Christen in Granada verwiesen. Heute werden sie vielfach als Versuch der in ihrer kulturellen Existenz bedrohten Morisken gedeutet, zum einen den islamischen und christlichen Glauben einander so stark anzunähern, dass ihnen die dogmatische Basis für eine Feindschaft genommen werden sollte; Die arabischen und lateinischen Schriften auf über 20 Bleitafeln präsentieren sich selbst als eine Art fünftes Evangelium, das von Maria selbst diktiert worden sein soll, um in Spanien verbreitet zu werden.

Zum anderen verweisen sie ihrerseits auf eine Blutsverwandtschaft von muslimischen und christlichen Bewohnern der iberischen Halbinsel durch das simple Argument der Vermischung arabischer und ’spanischer‘ Bevölkerungsgruppen bereits lange vor dem 8. Jahrhundert. Sie erwähnen, dass der Heilige Cecilio, der im 3. Jahrhundert unter den Römern den Märtyrertod gestorben sein soll und seither Schutzpatron der Stadt Granada ist, nicht ‚europäischer‘ Herkunft war, sondern ein Araber, der den christlichen Glauben angenommen hatte. Die Al-Andalusier erklärten sich somit zu Nachfahren eines christlichen Märtyrers arabischen Blutes und verwiesen auf eine viel frühere Präsenz und eine weitaus tiefere historische Verwurzelung arabischer Bevölkerungsgruppen in Südspanien als bislang angenommen. Die frühen christlichen Bewohner der Halbinsel seien also bereits arabischen Ursprungs gewesen, hätten sich unter muslimischer Herrschaft dann zum Islam bekehrt und später im Zuge der christlichen Reconquista widerum das Christentum angenommen.

Die katholische Kirche hat die historischen Dokumente für Fälschungen erklärt. Bis heute ist ihre Herkunft und Echtheit nicht gänzlich geklärt. Es wird jedoch vielfach angenommen, dass es sich bei den Texten um Versuche vonseiten der Morisken des 16. Jahrhunderts handle, sich gegenüber den Christen zu rehabilitieren, eine drohende Vertreibung zu verhindern und ihre kulturelle und religiöse Ausdrucksfreiheit wieder zu erlangen.[18] Die als Geschichtsfälschung deklarierten Libros Plúmbeos sind seit 2000 wieder in der Abadía del Sacromonte verwahrt und dort zu besichtigen.

Das Benediktinerkloster im Sacromonte

Das Benediktinerkloster im Sacromonte

In dieser mächtigen Benediktiner-Klosteranlage aus dem 17. Jahrhundert lagern sie nun neben der Asche des mutmaßlich ’spanischen‘ christlichen Heiligen San Cecilio sowie weiteren Beständen historischer Schriften und wertvoller religiöser Kunstwerke der Stadt.

Die Vertreibung

Nach der blutig niedergeschlagenen Rebellion der Morisken unter Aben Humeya (1568 – 1571) in den Bergen der Sierra Nevada, die am Weihnachtsabend 1568 ihren Ausgangs im Albaicín Granadas nahm, erfolgte per Dekret die Ausweisung aller Morisken zunächst aus Granada und schließlich 1609 aus ganz Spanien. Ein massenhafter Exodus der ehemaligen Al-Andalusier begann. Etwa 300.000 Morisken hatten keine andere Wahl, als ihre Heimat zu verlassen.[19] Mit ihnen gingen erfahrene Landwirte, begnadete Handwerker und Wissensträger einer langen al-andalusischen Kultur. Viele siedelten sich in den Ländern des Maghreb, in Tunesien oder Ägypten an und ihre Kultur ging jeweils eigene Verbindungen mit den Bräuchen und religiösen Praktiken der Aufnahmekultur ein. Noch heute existieren in vielen Städten Nordafrikas moriskische Viertel. Manch maghrebinische Nachfahren moriskischer Familien aus Granada zählen zu ihren sehnsuchts-geladenen Familienschätzen bis heute die Schlüssel zu Häusern des Albaicín, die ihre Vorfahren einst bewohnten. Wie viele Morisken unerkannt in Spanien blieben und dort der Inquisition entgehen konnten, oder aber nach der Expulsion verdeckt wieder ins Land zurückkehrten, ist nicht nachvollziehbar.

Granada (post-)modern

Nach dem Katholischen Königspaar regierten Habsburger und Bourbonen die Stadt Granada. Der Habsburger Carlos V. gründete 1526 die bis heute bedeutende Universidad de Granada. Im Nachfeld der Napoleonischen Invasion (1810 – 1820) erschütterten politische Instabilität, Bauernaufstände (1861), ein schweres Erdbeben (1884), die Cholera (1885) und wirtschaftliche Not die Stadt. Granada wurde zum Zentrum der ersten revolutionären Bewegungen gegen die spanische Krone. Mariana Pineda, Front-Figur der granadinischen Forderungen nach Selbstbestimmung und bis heute lokale Heldin, wurde 1832 hingerichtet. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts bekräftigte Granada mehrmals seinen Widerstand gegen die Idee eines spanischen Nationalstaates und die spanische Republik mit zentraler Regierung. 1833 wurde die Provinz Granada auf das Gebiet der heutigen Provinzen Granada, Almería und Málaga aufgesplittet.[20] International bekannt wurde die Stadt mit ihren maurischen Reminiszenzen besonders in der Romantik des 19. Jahrhunderts durch die Schriften von Reisenden wie Washington Irving.[21] Der Beginn des 20. Jahrhunderts war geprägt von einer landesweiten schweren Wirtschaftskrise. Auch Granada erholte sich nur langsam davon und entwickelte sich dann zu einem lebendigen Zentrum für Künstler, Musiker (Manuel de Falla) und Literaten wie Federico García Lorca mit seiner erdigen, volksnahen und muslimophilen Poesie. García Lorca war eines der ersten Opfer des Bürgerkriegs (1936 – 1939), der den Beginn von Francos Diktatur (1939 – 1975) bedeutete. Nach Francos Tod im Jahre 1975 vollzog sich eine politische Transformation zu einer soliden Demokratie mit parlamentarischer Monarchie. Die Grundsteine für den modernen spanischen Staat waren gelegt, die Basis für umwälzende gesellschaftliche und soziale Veränderungen gegeben. Eine außenpolitische Öffnung und ‚Europäisierung‘ des Landes sowie schnelles wirtschaftliches Wachstum folgten. Mit dem Platzen der Immobilien-Blase und der Bankenkrise seit 2008 sehen sich auch die Bewohner Granadas mit steigender Arbeitslosigkeit und sozialen Problemen konfrontiert. Mit den Revolten in der arabischen Welt hat auch eine Welle der Empörung über Fremdbestimmung und Perspektivlosigkeit Granadas Bewohner erfasst und die Indignados haben, wie in Madrid und anderen großen Städten Spaniens, die öffentlichen Plätze und die Aufmerksamkeit der Mitbürger eingefordert. Auch Granadas Jugend rebelliert.


[12] Zu dem hier präsentierten, sehr verkürzten Querschnitt durch die Geschichte Granadas und seiner Umgebung siehe u.a. Fierro, Maribel: Al-Ándalus: Saberes e intercambios culturales, Enciclopedia del Mediterráneo, Vol.11, Barcelona 2001; Freller, Thomas: Granada: Königreich zwischen Orient und Okzident. Ostfildern 2009; Granada. Rubí de Al-Andalus. Madrid 2009.
[13] Siehe Hauschild, Thomas; Kottmann, Sina Lucia; Zillinger, Martin: Syncretisms in the Mediterranean: universalism, cultural relativism and the issue of the Mediterranean as a culture area, in: Sant Cassia, Paul (ed.): History and Anthropology, London 2007, pp. 309-332 Hauschild, Thomas; Kottmann, Sina Lucia; Zillinger, Martin: Más allá de la política. Experiencias extáticas, fetichismo y el „choque de las civilizaciones“ en el Mediterráneo, in: Dietz, Gunther; Carrera, Gema (eds): Patrimonio intangible y multiculturalidad, Sevilla 2005, pp. 108-127
[14] Zur Geschichte des maurischen Spanien siehe u.a.: Bossong, Georg: Das maurische Spanien. Geschichte und Kultur. München 2007 Epalza, Mikel de & Rubiera Mata, María Jesus: Al-Andalus: Between Myth and History, in: Sant Cassia, Paul (ed.): History and Anthropology, London 2007, pp. 269-274 Fierro, 2001 Fundación El Legado Andalusí: Itinerario Cultural de Almorávides y Almohades. Magreb y Península Ibérica. Sevilla 2003, pp. 381-397 Legler, Rolf: Andalusien. Kunst und Kultur. Wien 2005, pp. 36-38 Marín, Manuela: Al-Ándalus y los andalusíes, Enciclopedia del Mediterráneo, Vol. 8, Barcelona 2000
[15] Unter muslimischer Herrschaft hatten die Christen (arab. Mustarah; span. Mozáraber genannt) Steuern zu zahlen. Ihre juristischen und religiösen Institutionen jedoch durften sie zunächst beibehalten.
[16] Die Niederlage der Almohaden im Grenzkrieg mit den vereinigten christlichen Königreichen Aragón, Castilla und Navarra bei Las Navas de Tolosa, einem zentralen Zugang von Castilla la Mancha nach Andalusien, im Jahr 1212 bedeutet einen entscheidenden Machtverlust für den Islam auf europäischem Terrain.
[17] Die Inquisition und ihre Schergen hatten ihre Augen überall und überwachten aufs Strengste, ob die ‚Neuen Christen‘ nicht doch insgeheim ihre muslimischen Gaubenspraktiken fortführten.
[18] Siehe Barrios Aguilera, Manuel: La convivencia negada. Historia de los moriscos del Reino de Granada. Granada 2008 Caro Baroja, Julio: Las falsificaciones de la historia (en relación con la de España). Barcelona 1992 González Alcantud, José Antonio: En Torno a los Plomos del Sacromonte – El mito fallido sacromontano y su perdurabilidad local a la luz del mozarabismo maurófobo de F. J. Simonet, in: Al Quantara, Vol. 24/ 2, Madrid 2003, pp. 547-574 Harris, Katie A.: From Muslim to Christian Granada: Inventing a City’s Past in Early Modern Spain, Johns Hopkins University Studies in Historical and Political Science, Baltimore 2007
[19] Zur Geschichte der Morisken in Granada siehe Barrions Aguilera, 2008 Barrios Aguilera, Manuel (ed.): Historia del Reino de Granada, Vol.2: La época morisca y la repoblación (1502 – 1630). Granada 2000 Caro Baroja, Julio: Los Moriscos del Reino de Granada. Ensayo de Historia Social. Madrid 2000 Gallego Burín, Antonio & Gámir Sandoval, Alfonso: Los Moriscos del Reino de Granada según el Sínodo de Guadix de 1554. Granada 1996
[20]Andújar Castillo, Francisco (ed.): Historia del reino de Granada, Vol.3: Del Siglo de la crisis al fin del Antiguo Régimen (1630 – 1833), Granada 2000
[21] Irving, Washington: Tales of the Alhambra. New York 1832
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