Marsala

Marsala (Italien) – Zwischen Europa und Nordafrika

(Rubina ZERN)

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Why does it feel like North Africa?

Doch die Touristen kommen, und sie entdecken auch die arabische Vergangenheit Marsalas wieder neu. Liz Boulter, Journalistin beim britischen Guardian und auf der Suche nach dem ‚wahren Sizilien’, schrieb in einer Reisereportage über Marsala:

„But if this was the real Sicily, why did it feel like north Africa? Could be because it almost is: Tunisia is less than 100 miles away. Dusty villages have a Saharan feel, church towers look like minarets, and farmhouses are in the form of a baglio (a fortified house round an inner courtyard – very Moorish). There are kilims in shops and couscous in restaurants.”[20]

Marsala ist gerade erst dabei, seine Infrastruktur touristisch auszurichten; als Stadt am Meer mit einer bunten Geschichte und dem traditionellen Weinerbe dürfte das den Organisatoren, so meint man, nicht allzu schwer fallen. Doch auch hier gibt es, wie überall im Süden Italiens, Schattenseiten wie die Allgegenwart der sizilianischen Mafia, die in der Provinz Trapani besonders aktiv ist, oder die hohe Jugendarbeitslosigkeit in der Region:2012 lag sie bei den 15- bis 24-Jährigen in der Provinz Trapani, zu der auch Marsala gehört, bei ca. 43,6 Prozent.[21] Doch wenn es Abend wird in Marsala, treffen sie sich alle an der Piazza Republica und den umliegenden Gassen: Jung und Alt, Einheimische und Touristen, alteingesessene Marsalesi und Zugezogene. Wie einst bei der Ankunft der verschiedenen Völker in Lilibeo, so ist Marsala auch heute ein Treffpunkt vieler Kulturen und Nationen.

Marsala bei Nacht in der Via Garibaldi – Foto: Rubina Zern

Marsala bei Nacht in der Via Garibaldi – Abb. 4


[20] Liz Boulter: Sicily’s wild west. In: The Guardian, 28.5.2011. http://www.guardian.co.uk/travel/2011/may/28/west-sicily-marsala-contessa-mozia, aufgerufen am 9.12.2012.
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