Tübingen

Tübingen und ‘Tausendundeine Nacht’ – ein Erinnerungsort der Imaginationen (Deutschland)

(Dr. Mirjam SCHNEIDER)

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Fazit: Die Rückspiegelung von ‘Tausendundeine Nacht’ in die arabisch-islamische Welt

Autoren und Wissenschaftler wie Wilhelm Hauff, Enno Littmann und Claudia Ott haben ‘Tausendundeine Nacht’ nicht nur deutschen und europäischen Lesern (und Zuhörern) nahe gebracht. Sie haben auch für die Neubelebung des Interesses an ‘Tausendundeine Nacht’ in der arabisch-islamischen Welt gesorgt. Denn „gebildeten Arabern galten Geschichten wie die aus Tausendundeiner Nacht jahrhundertelang als Subliteratur. Erst die europäische Faszination für die Sammlung führte zu einem Wandel der Bewertung“.[1]

Mit Wiebke Walther kann man hier von einem „Pizza-Effekt“ sprechen: Etwas, das in der Herkunftsregion nicht viel galt, im Ausland aber zu Ansehen gelangt ist, erfährt als Re-Import eine ganz andere Bewertung, ja sogar Aufwertung.[2] Infolge des Re-Imports von ‘Tausendundeine Nacht’ in die islamisch-arabische Welt ist auch dort eine umfangreiche Literaturproduktion entstanden.[3]


[1] Walther S. 7.

[2] Vgl. Robert Irwin: Die Welt von ‘Tausendundeine Nacht’. Aus dem Englischen übersetzt und für den deutschen Leser ergänzt von Wiebke Walther, Frankfurt am Main 1997, S. 432.

[3] Zu den arabischen Autoren und ihren Werken, die im 20. Jahrhundert infolge einer Auseinandersetzung mit ‘Tausendundeine Nacht’ entstanden sind, Vgl. Walther S. 160-165.

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