Tübingen

Tübingen und ‘Tausendundeine Nacht’ – ein Erinnerungsort der Imaginationen (Deutschland)

(Dr. Mirjam SCHNEIDER)

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Drei Tübinger und ihre Beschäftigung mit Tausendundeiner Nacht

Drei Tübinger Persönlichkeiten, die im Zentrum der folgenden Ausführungen stehen, haben diesen Kulturaustausch und diese Erinnerungsarbeit in der Auseinandersetzung mit ‘Tausendundeine Nacht’ maßgeblich mitgestaltet: zunächst der von der Sammlung zutiefst berührte Dichter Wilhelm Hauff, der sich in seinen eigenen Märchen-Almanachen kreativ mit der Tradition orientalischer Märchen und Erzählungen auseinander gesetzt und zu einem regelrechten Boom der orientalischen und orientalisierenden Märchen über die Grenzen Deutschlands hinaus beitrug. Dann der Orientalist und Universalgelehrte Enno Littmann, der mit seiner sechsbändigen Übersetzung von ‘Tausendundeine Nacht’ die Sammlung aus der Kinderstube holte und wieder einem erwachsenen Lesepublikum nahe brachte. Und schließlich Claudia Ott, die mit ihrer im Jahre 2004 veröffentlichten Neuübersetzung der Sammlung zu neuer Popularität verhalf. Mein Blick ist auf zwei Aspekte gerichtet: Zum einen geht es um ein ‚Was‘, um die Autoren und ihre Werke. Zum zweiten geht es um ein ‚Wie‘, um die – literarischen – Strategien, mit denen die Autoren und Übersetzer ‚Arbeit am Erinnern‘ leisten.

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