Schweinfurt und Coburg

Schweinfurt und Coburg (Deutschland) – euro-mediterrane Erinnerungsorte in Franken

(Dieter KÖHLER)

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Wer Schweinfurt und Coburg zu euro-mediterranen Erinnerungsorten machte

Die Städte Schweinfurt und Coburg gehören mit ihren etwa 50.000 und 40.000 Einwohnern zu den mittelgroßen Provinzstädten in Deutschland. Sie liegen etwa 65 km voneinander entfernt in der alten Region Franken, die mit ihrem größten Teil heute die nördlichen drei Regierungsbezirke des Freistaates Bayern ausmacht. Beide Orte sind von ihrer Geschichte und geographischen Lage her eigentlich kaum mit der Mittelmeerwelt verbunden. Was sie gleichwohl zu euro-mediterranen Erinnerungsorten macht, ist der Lebensweg eines Mannes, der mit diesen Städten (und einigen Dörfern und Städtchen dazwischen) eng verbunden ist. Als Dichter, Übersetzer und Orientalist wurde er wie kaum ein anderer zum Vermittler der kulturellen Überlieferung des Orients in die deutsche Sprache. Dass er einen großen Teil seiner Werke in der Provinz verfasst hat, soll uns daran erinnern, dass es in Deutschland oft nicht die Metropolen, sondern eben die Provinzstädte (und nicht nur Weimar) waren, in denen bedeutende Schritte der Kulturaneignung ihren Anfang nahmen.

Die Person, um die es geht, trägt den Namen Friedrich Rückert. Im 19. Jahrhundert war Rückert in ganz Deutschland ein außerordentlich populärer Dichter. Das allgemeine Publikum kannte und schätzte aber wohl vor allem seine Liebesgedichte und Balladen („Der alte Barbarossa“, „Chidher“). Heute sagt in Deutschland sein Name oft nur noch den Fachleuten etwas. Mit einer Ausnahme: In der Region zwischen Coburg und Schweinfurt, dem Coburger Land und den Haßbergen, wird die Erinnerung an ihn noch sehr lebendig gehalten.

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Portrait Rückert – Abb. 3

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Portrait Rückert – Abb. 4

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