Konstanz

Konstanz – ein Euro-mediterraner Erinnerungsort (Deutschland)

(Dr. Karin STOBER)

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Wie geht man heute in Konstanz mit dem kulturellen Erbe um?

Heute zählt Konstanz vor allem wegen seines ausgesprochen reizvollen Standorts am Bodensee und seines geschlossen wirkenden mittelalterlichen Stadtbilds zu den touristischen Destinationen der ersten Klasse in Deutschland. Wie seit Jahrhunderten empfängt die Stadt ihre Besucherinnen und Besucher von allen Kontinenten kommend mit weltoffener Gastlichkeit.

Im Weltereignis „Konstanzer Konzil“ gipfelt in der Erinnerung der Konstanzerinnen und Konstanzer die Glanzzeit ihrer Geschichte. Über die Jahrhunderte hinweg war und blieb das Konzil präsent. Das 19. Jahrhundert widmete dem Thema erneut große Aufmerksamkeit und neben einer Ausstellung im Konzilgebäude einen reichen Bilderschmuck an den repräsentativen Fassaden der Stadt. Das Konzil erfüllt die Bürgerinnen und Bürger noch heute mit Stolz, der jedoch einen Schatten trägt: Denn hier in Konstanz wurden 1415 und 1416 die beiden böhmischen Reformatoren Jan Hus und Hieronymus von Prag verbrannt. Ihnen sind ein Museum und Gedenkstein gewidmet.

Abb. 7: Erinnerungstafel in der Fußgängerzone von Konstanz

Abb. 7: Erinnerungstafel in der Fußgängerzone von Konstanz

2014 ist das Jahr des 600jährigen Jubiläum gefeiert. Das Land Baden-Württemberg hatte zu diesem Anlass das Badische Landesmuseum in Karlsruhe beauftragt, im Konzilgebäude in Konstanz, am authentischen Geschichtsort also, eine Große Landesausstellung auszurichten. Sie trägt den Titel: „Das Konstanzer Konzil. Weltereignis des Mittelalters 1414-1418“. Die Stadt Konstanz begeht ihr großes Jubiläum gleich über fünf Jahre (2014-2018) hinweg mit einem bunten, vielseitigen Veranstaltungsprogramm.

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